Die Focus-Expertenkommission überschlägt sich schon am zweiten Tag nach dem Unfall vor Antworten.

Am 6. Juli 2013 verunglückte eine Boeing 777 der Fluggesellschaft Asiana beim Anflug auf San Francisco. Es gab drei Todesopfer, und die Untersuchungsbehörde beschäftigt sich seitdem mit den Details.
Die Mühe könnten sich die Leute auch sparen. Der FOCUS weiß bereits zwei Tage später: „Darum fiel die Boeing 777 vom Himmel.“
Verfasser Günter Stauch beeindruckt gleich zu Beginn des Artikels durch seine Sachkenntnis. Seiner Meinung nach gilt die 777 „vor allem wegen ihrer günstigen Optik als Traum von Flugzeug“. Er überrascht mit der Feststellung, dass sie – sicherlich im Gegensatz zu anderen Großraumflugzeugen – „aber auch präzise geflogen“ werden will.
Viele Menschen mögen zwar ihr Auto nach dessen gefühltem Sex-Appeal aussuchen, Airlines tun das aber bei milliardenschweren Flugzeugbeschaffungen in der Regel nicht. Die Boeing 777 verkauft sich ausgezeichnet, weil sie in Hinblick auf Effizienz, Reichweite und Zuverlässigkeit äußerst konkurrenzfähig ist.
Und vor allem in puncto Sicherheit: Mittlerweile sind mehr als 1000 Exemplare tagtäglich und weltweit im Einsatz. In den Liniendienst trat die „Triple Seven“ 1995, und 18 Jahren nach Indienststellung ist das erst der zweite Unfall dieses Typs. Die drei höchst beklagenswerten Todesopfer (eines von einem Fahrzeug der Einsatzkräfte überrollt) sind die ersten Passagiere, die bei einem Unfall einer Boeing 777 ihr Leben verlieren.
Also: Airlines setzen die Boeing 777 nicht wegen ihrer günstigen Optik ein. Sondern unter anderem, weil sie ein äußerst zuverlässiges Flugzeug mit einer – selbst nach diesem Unglück noch – insgesamt beispiellos positiven Sicherheitsbilanz ist.
Zuerst veröffentlicht am 26.08.2013
