
2013 war das sicherste Jahr in der Geschichte der Luftfahrt. Mal wieder.
Viel wurde geschrieben im vergangenen Jahr über Sicherheitsmängel in der Luftfahrt. Da gab es das Flugverbot für den »Dreamliner«, angeblich massive Triebwerksprobleme bei General Electric und dann den Unfall der Boeing 777 in San Francisco, gefolgt von dem üblichen Feuerwerk der Spekulationen.
Jetzt, wo das Jahr zu Ende gegangen ist, sieht es so aus: 2013 geht als das mit Abstand sicherste Jahr in die Geschichte der modernen Luftfahrt seit dem Zweiten Weltkrieg ein. 265 Todesopfer weltweit sollen keineswegs vergessen oder bagatellisiert werden, aber trotzdem: In den beiden bisher besten Jahren, 2011 und 2012, lag die Zahl jeweils etwa doppelt so hoch.
Zum Vergleich: Auch auf Österreichs Straßen verloren so wenig Menschen ihr Leben wie nie zuvor; dennoch gab es fast 500 Tote und ungefähr 50.000 Verletzte.
Auf deutschen Straßen ist die Entwicklung auf der Straße ebenfalls positiv. Aber immer noch sterben hier Monat für Monat mehr Verkehrsteilnehmer als im ganzen Jahr 2013 weltweit Flugpassagiere.
Natürlich sind Unfalltote kein alleiniges Maß für die Sicherheit, und die Luftfahrtbranche ruht sich auf diesem positiven Trend auch nicht aus. Jeder Unfall liefert neue Erkenntnisse und Impulse für Ausbildung, Training und Technologie. Damit im Jahr 2014 mehr als zwei Milliarden Menschen noch sicherer mit dem Flugzeug unterwegs sein können als bisher.
Quellen: BMI Österreich, Der Standard, Statista, Aviation Safety Net, ORF
Zuerst veröffentlicht am 05.01.2014